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Emil, deutscher Geograph, Kartograph und Wissenschaftsorganisator, * 22.10.1902 Köln,
† 23.8.1994 Bonn. Auf deutsche Landeskunde geprägt von A. Penck in Berlin wurde Meynen 1941 Leiter der neugegründeten Abteilung für Landeskunde im Reichsamt für Landesaufnahme Berlin; fortbestehend als Amt, später Bundesanstalt, dann Institut für Landeskunde in Bonn-Bad Godesberg, stand er dieser Einrichtung bis 1969 vor; Begründer der "Berichte zur Deutschen Landeskunde" (seit 1941) und der "Forschungen zur Deutschen Landeskunde", des "Geographischen Taschenbuches" (seit 1949), von "Orbis Geographicus" (seit 1960), "Bibliotheca Cartographica" (1957-73; seit 1974 "Bibliographia Cartographica"); 1962 Bibliographie und neues Musterblatt zu der von A. Penck 1891 angeregten Internationalen Weltkarte 1:1.000.000 anlässlich der 3. Internationalen Kartenkonferenz als Technische Konferenz der Vereinten Nationen über die IWK in Bonn; trat als Herausgeber thematischer Atlanten ("Atlas östliches Mitteleuropa" 1959, "Die Bundesrepublik Deutschland in Karten" 1965-69, "Atlas der deutschen Agrarlandschaft" 1962-71, ferner "Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands" 1953-62 und von Beiträgen zu Grundsatzfragen der thematischen Kartographie (Typenbildung, Generalisierung, Diagrammformen und Kartogrammformen) in Erscheinung. Aus der Mitarbeit in der Internationalen Kartographischen Vereinigung von 1962-82 ging das "Mehrsprachige Wörterbuch kartographischer Fachbegriffe" (1973), aus der IGU-Kommission "Internationale geographische Terminologie", das "International Geographical Glossary" (1985) mit 2400 Haupt- und 11.000 Unterbegriffen hervor. Meynen war von 1955-72 Honorarprofessor für deutsche Landeskunde und Angewandte Kartographie an der Universität Köln. Seinem 50jährigen Lebenswerk gilt der Titel der Festschrift zum 70. Geburtstag: "Im Dienste der Geographie und Kartographie" (Kölner Geographische Arbeiten 30, 1973). |
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