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körperlich oder im Dünnschliff auftretende Mikrofossilien mit unbekannter systematischer Stellung ("incertae sedis"). Zu den Mikroproblematika (Abb.) gehören wegen mangelnder morphologischer Vergleichsmöglichkeiten insbesondere merkmalsarme Organismen (z.B. sphärische Organismen bzw. zugehörige Kreisschnitte) sowie Organismen ohne rezente Nachkommen. In Dünnschliffen sind ungünstige Schnittlagen sowie diagenetische Veränderungen ebenfalls für die Beschreibung "künstlicher Mikroproblematika" verantwortlich.
Mikroproblematikum: Das Dünnschliff-Mikroproblematikum Bisphaera? (Oberfamenne, Velberter Sattel, nördliches Rheinisches Schiefergebirge). Die Gattung Bisphaera ist eine geschlossene, mehr oder minder ovale Hohlsphäre ohne Öffnung oder Wandporen. Ihre systematische Zugehörigkeit (Algen?, Foraminiferen?, Zystenstadium?, unbekannte Gruppe?) ist vollständig unklar. Im Gegensatz zu "normalen" Exemplaren von Bisphaera macht die eingeknickte Wand die Ansprache zusätzlich unsicher (95fache Vergrösserung). |
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