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Porcellianit, Porcit, nach dem schottischen Fundort auf der Insel Mull benanntes Mineral mit der chemischen Formel Al8[O3(OH0,5,OH,F)|AlSi3O16] und rhombisch-dipyramidaler Kristallform; faserige, nadelige oder stengelige, meist zu radialstrahligen Büscheln gruppierte, farblose, weisse, gelbe oder rosa- bis lilafarbene Kristalle; Härte nach Mohs: 6-7; Dichte: 3,11-3,26 g/cm3; Schmelzpunkt oberhalb von 1800ºC; hohe Feuerfestigkeit, niedrige thermische Ausdehnung, gute Temperatur-Wechselbeständigkeit; Vorkommen: in Fremdgesteinseinschlüssen in Basalten (u.a. Insel Mull, Schottland) und in basaltischen Schlacken in der Eifel, in abbauwürdiger Menge nur in Transvaal (Südafrika), synthetisch als Sintermullit oder Schmelzmullit durch Erhitzen geeigneter Mischungen von Ton (ausser Kaolinit gehen u.a. auch Sillimanit (oberhalb von 1500ºC), Kyanit (Disthen) und Andalusit beim Erhitzen in Mullit über); Verwendung: Bestandteil von keramischen Werkstoffen, Feuerfestmaterialien (Mullitsteine, Schamottesteine). Mullit ist wesentliche kristalline Komponente von Porzellan. |
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