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analogesKamerasystem. Multispektralkameras bestehen aus vier, sechs oder neun auf einem Träger montierten Messkameras mit genähert gleicher innerer Orientierung. Die Aufnahmeachsen sind exakt parallel ausgerichtet, um eine Kongruenz der aufgenommenen Bilder zu gewährleisten. Die Objektive werden mit verschiedenen Filtern und Filmen (panchromatisch, schwarzweiss, infrarot) kombiniert. Es entstehen von einer Szene geometrisch identische schwarzweisse Fotos, die durch die jeweiligen Film-Filter-Kombinationen unterschiedliche spektrale Inhalte aufzeichnen. Der Informationsgewinn gegenüber Farb- und Farbinfrarotfilmen ist relativ gering, da die Aufzeichnung nur im sichtbaren Licht und im Bereich des fotographisch erfassbaren nahen Infrarots erfolgen kann (zumeist bis ca. 900 nm). Vorzüge liegen in der wesentlich geringeren spektralen Bandbreite, der variablen Auswahl von Spektralbändern für die jeweiligen Interpetationsaufgaben und vor allem in der sehr guten geometrischen Auflösung. Die Auswertung erfolgt zumeist analog. Häufig werden mittels Farbmischprojektoren Farbmischbilder erzeugt, um die Informationen verschiedener Aufnahmekanäle zu verknüpfen. Es ist jedoch auch eine Analog-digital-Wandlung (z.B. mittels Trommelscanner) mit nachfolgender digitaler Bildverarbeitung möglich, womit allerdings Verluste in der geometrischen Auflösung verbunden sind. Mulitispektralkameras werden zumeist auf dem Flugzeug eingesetzt; es gibt jedoch auch Anwendungen vom Satelliten aus (z.B. MKF-6 auf Sojus). Dies setzt jedoch voraus, dass ein regelmässiger Wechsel der Filmkasetten gewährleistet ist. |
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