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Karl August, dt. Zoologe, * 7.2.1825 Eilenburg, † 26.4.1908 Berlin; ab 1853 Professor in Hamburg, ab 1868 in Kiel, seit 1887 Direktor des Museums für Naturkunde in Berlin, ab 1888 dort Professor; Mitbegründer der Meeresbiologie; Arbeiten über marine Tiere und künstliche Austernzucht; 1874-75 Expedition nach Mauritius und zu den Seychellen; prägte nach seinen Untersuchungen an Austern 1877 den Begriff "Biozönose" (Lebensgemeinschaft) und war entscheidend an der Etablierung des Faches Meeresökologie beteiligt (Errichtung des ersten Meeresaquariums in Hamburg, Aufbau des Zoologischen Museums in Kiel); erarbeitete zusammen mit J.V. Carus und L. Döderlein Regeln für die zoologische Nomenklatur. Werke (Auswahl): "Die Fauna der Kieler Bucht" (mit H.A. Meyer; 2 Bände, 1865/72), "Die Auster und Austernwirtschaft" (1877), "Die Fische der Ostsee" (mit F. Heincke; 1883).
Möbius , Karl August |
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