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[von griech. nannos = Zwerg], winzige Fossilien, die nur mit mehrerer hundertfacher Vergrösserung, i.d.R. mit dem Rasterelektronenmikroskop (Rasterelektronenmikroskopie) untersucht werden können. Der Übergang zu den etwas grösseren Mikrofossilien ist fliessend und künstlich. Nannofossilien sind ein wichtiger Bestandteil des einzelligen Phytoplanktons bzw. des Nannoplanktons. Charakteristische Nannofossilien mit mineralischer Schale sind kalkwandige Dinoflagellaten-Zysten (Calcisphaeren pro parte, Pithonellen; Dinophyta), die ebenfalls kalkwandigen Coccolithen (Coccolithophorales) und die kieseligen Silicoflagellales. Zahlreiche organisch-wandige Protophyta werden ebenfalls oft zu den Nannofossilien gestellt. Im jüngeren Mesozoikum und Känozoikum sind Nannofossilien wichtige Leitfossilien für die relative Altersbestimmung bzw. Biostratigraphie ozeanischer Sedimente. |
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