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Flachmoortorf, bodenkundliche Torfartengruppe, die durch Reste der Niedermoorvegetation gekennzeichnet ist. Diese Pflanzenreste weisen auf die nährstoff- und basenreichen, teilweise auch carbonathaltigen Standorte hin. Als kennzeichnende Pflanzenreste kommen vor allem Schilf (Pragmithes australis), Seggenarten (Carex sp.), Schneide (Cladium mariscus), Erlen (Alnus sp.), Birken (Betula sp.) und Weiden (Salix sp.) in Frage. Niedermoortorfe sind im Vergleich zu Hochmoortorfen meist stärker zersetzt (dunkelbraun bis schwarz gefärbt), haben höhere Aschegehalte (5-15 %), insbesondere höhere Kalkgehalte (2-4 % CaO), sind basenreicher (pH 4-6, gelegentlich über 7), haben einen höheren Stickstoffgehalt (2,5-4,5 %) und eine höhere Lagerungsdichte (0,2-0,4 g/cm3). Bodenkundlich gibt es die Unterteilung in Torfarteneinheiten (z.B. Kräutertorfe), in Torfartenuntereinheiten (z.B. Riedtorfe) und in Torfarten (z.B. Schilftorf). |
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