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Begriff aus der Landschaftsökologie für den gesamten, die Erde umspannenden Wirkungsbereich des menschlichen Geistes. Dieser manifestiert sich durch die technischen Möglichkeiten des wirtschaftenden Menschen immer stärker in der Landschaft und den Ökosystemen. Der Geochemiker Vernadsky prägte diesen Begriff 1945. Er sprach von einer Welt, die vom Menschen dominiert wird und in der die Noosphäre immer mehr die Biosphäre ersetzt. Der Ökologe Odum kritisierte diese Denkweise, die den Menschen und seine wissenschaftlichen und technologischen Fertigkeiten über die Naturgesetze stelle. Die Landschaftsökologen Naveh und Liebermann hingegen sehen im Prozess der "Noogenese" eine mögliche konstruktive Entwicklung. Ökologisches Denken und Handeln könnte es der Menschheit erlauben, sich dadurch als einen Teil der Biosphäre zu sehen und entsprechend für sie Sorge zu tragen. |
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