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NAO, meridionale Luftdruckdifferenzen zwischen den Wetteraktionszentren Azorenhoch und Islandtief. Sie wird meist in Form von Indexwerten, nach standardisiertem NAO-Index, beschriebenen (Abb.). Bei Langzeitbetrachtungen orientiert man sich auch an den Luftdruckmessungen (auf Meeresspiegelhöhe reduziert) an den Stationen Ponta Delgada (Azoren; ersatzweise auch Lissabon) und Reykjavik (Island). Es handelt sich somit um eine spezielle Form eines Zonalindexes.
Die Nordatlantik-Oszillation hat insbesondere im Winter grossen Einfluss auf Wetter und Witterung in Europa. Dabei bedeutet ein hoher NAO-Index relativ starke meridionale Luftdruckunterschiede und somit eine intensive westliche Luftströmung, die zu milden und niederschlagsreichen Wintern führen. Ein relativ niedriger Index entspricht geringen meridionalen Luftdruckunterschieden und somit einer weniger intensiven westlichen Luftströmungskomponente. Der Name ist insofern missverständlich, als die NAO im Gegensatz zur Southern Oscillation keine besonders hervortretende zyklische Varianz aufweist, wohl aber Langfristtrends und diverse kurzfristige, anscheinend unregelmässige Variationen.
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