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Grundrisslinie, die zur Darstellung von Grundrisselementen benutzten Linearsignaturen unterschiedlicher Form und Farbe. Sie stellen in ihrem Verlauf die Grundrisserstreckung der jeweiligen Objekte in einer dem Kartenmassstab und dem Verwendungszweck angepassten Verallgemeinerung dar, wobei Farbe und Form die Unterscheidung von Objektarten gestatten. In grossmassstäbigen topographischen Karten erfolgt ihre Darstellung grundrisstreu; bei Verkehrswegen und Fliessgewässern doppellinig. Mit abnehmendem Massstab ist eine zunehmende Generalisierung durch Glättung des Linienverlaufs, durch Auswahl und durch Zusammenfassen (Begriffsgeneralisierung) notwendig. Bei ungeneralisierter Verkleinerung der Darstellung einer einzelnen Objektart entsteht ein verdichtetes Netz (Netzkarte). Bis zu einem gewissen Grad kommt in der topologischen Struktur des Kartenbildes die Eigentümlichkeit bestimmter Grundrisselemente bereits im charakteristischen Linienverlauf zum Ausdruck: Fliessgewässer sind an der Verästelung und am Windungscharakter zu erkennen, Strassen bilden ein Netz mit Knoten in Siedlungen, Grenzen besitzen charakteristische Knickpunkte. |
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