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ursprünglich Umlaufbahn der Elektronen eines Atoms; im modernen Sinne ein stationärer Schwingungszustand der Wellenfunktion, die das betreffende Elektron beschreibt. Die räumliche Verteilung der Elektronendichte wasserstoffähnlicher Atome hängt von der Kombination der Quantenzahlen n, l und m ab. Die winkelabhängigen Anteile der Wellenfunktion lassen sich veranschaulichen, wenn man das Volumenelement darstellt, in dem sich das betreffende Elektron mit 90% Wahrscheinlichkeit aufhält; s-Orbitale (l=0) sind kugelsymmetrisch, p-Orbitale (l=1) hantelförmig und rotationssymmetrisch, d-Orbitale (l=2) sind rosettenförmig, f-Orbitale haben die Form eines Oktupols (Abb.). Je nach magnetischer Quantenzahl m haben gleichartige Orbitale verschiedene Orientierungen im Raum. Die Anzahl radialer Knotenflächen (Nulldurchgänge des Radialteils der Wellenfunktion) beträgt jeweils n-1 (n=Hauptquantenzahl); für s-Orbitale sind diese Kontenflächen kugelförmig.
Orbital: Hantelmodelle von s-, p- und d-Atomorbitalfunktionen. Die angegebenen Vorzeichen (+ oder -) beziehen sich auf das Vorzeichen der Wellenfunktion im betreffenden Bereich. |
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