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Britisch-Norwegische Kaledoniden,der europäische Teil Laurussias. Es ist ein im Zuge der kaledonischen Ära (Ordovizium bis hauptsächlich Obersilur) orogenetisch versteifter Krustenbereich des nordwestlichen Europas, entstanden durch Anfaltung der britisch-norwegischen Kaledoniden an Archaeoeuropa (Fennosarmatia). Akkumulationsraum der eokambrischen bis silurischen Abfolgen der Kaledoniden war der Iapetus-Ozean (Iapetus) mit seinen präkambrisch konsolidierten Vorländern im Osten (Baltischer Schild) und Westen (NW-Schottland). Die Kaledoniden lassen sich heute von den Britischen Inseln über Norwegen, Mittel- und Nordschweden, Nordfinnland und die Bäreninsel bis nach West-Spitzbergen verfolgen. Ihre stratigraphische Untergliederung ist in Skandinavien infolge metamorpher Überprägung z.T. erschwert (»Kambro-Silur«), wohingegen die altpaläozoischen Abfolgen der Britischen Inseln, speziell die des Walisischen Beckens, biostratigraphisch sehr genau erforscht sind; hier liegen die Typlokalitäten der Ordovizium- und Silurstufen. Das Ausmass der kaledonischen Tektogenese in Mitteleuropa ist noch unklar; zumindest Teilbereiche wie das London-Brabanter Massiv scheinen stärker betroffen gewesen zu sein. |
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