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zentrale tektono-fazielle Zone der alpinen Tethys, welche zwischen der helvetischen Zone im Norden und der ostalpinen Zone im Süden angesiedelt war. Die Zone beinhaltet auch das Briançonnaise der französischen Westalpen und dessen Äquivalente. Der Untergrund der penninischen Zone besteht aus Gneismassen und vorkarbonen Schiefern, dem im Briançonnaise kohleführendes Karbon, permische Red Beds und triadische Carbonate auflagern. Die typische Entwicklung der penninischen Fazies erfolgt ab dem Jura, wenn sich tiefe Tröge nördlich (Wallis-Trog) und südlich (Piemont-Trog) des Briançonnaise entwickeln, in denen mächtige Sequenzen von Lutiten und Mergeln zur Ablagerung gelangen. Diese werden in der späteren Metamorphose zu Kalkphylliten umgewandelt und bilden als Glanzschiefer, Bündner Schiefer, Schistes lustre oder Brenner Schiefer eine für das Penninikum typische Gesteins-Suite. Ab dem oberen Jura werden vor allem im Piemont-Trog ausgedehnte Abfolgen basischer und ultrabasischer submariner Vulkanite gefördert. Diese liegen heute als Ophiolite vor und werden als ursprüngliche ozeanische Kruste angesehen.
Während der Orogenese, die im penninischen Raum in der oberen Kreide einsetzt, wird Erosionsdetritus durch Turbidite (Trübeströme) verfrachtet und gelangt so als penninischer Flysch zur Ablagerung. Die penninischen Faltendecken bauen den Zentralkamm der Westalpen am Simplon und in den Walliser Bergen auf. Von hier setzen sie sich über den Gran Paradiso weiter nach Süden und dann nach Südosten bis an die Po-Ebene fort. |
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