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Karl, österreichischer Geograph und Kartograph, *1859 Bojanowo/Posen, †1940 Wien. Nach Studium in Breslau und Berlin übernahm Peucker nach dem Tod von A. Steinhauser (1802-1890) im Jahr 1891 (bis 1922) die wissenschaftliche Leitung der kartographischen Abteilung von Artaria&Co. Er bearbeitete den »Atlas für Handelsschulen« (1897), ferner Wander-, Eisenbahn-, Strassen- und Sprachen- sowie frühe Luftfahrtkarten. 1898 publizierte er »Schattenplastik und Farbenplastik« als Beitrag zur Theorie der Reliefdarstellung. Mit der Farbenplastik löste er Diskussionen zur Farbenlehre in der Kartographie aus. Als weitere Arbeitenfolgten »Drei Thesen zum Ausbau der theoretischen Kartographie« (1902), »Neue Beiträge zur Systematik der Geotechnologie« (1904), »Physiographik« (1907) und »Höhenschichtenkarten« (1910). Damit gilt K. Peucker zusammenmit Max Eckert als Wegbereiter der modernen wissenschaftlichen Kartographie. 1912-22 gab er die »Kartographische und Schulgeographische Zeitschrift«und 1924-27 als Reihe »Die Landkarte« (5 Bände) heraus. |
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