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Flächenfärbung, kartographische Darstellung, die über ein Gebiet gestreute Einzelobjekte oder nicht eindeutig lokalisierbare Erscheinungen oder Sachverhalte zu Flächen zusammengefasst wiedergibt (Flächenmittelwertmethode). Das Pseudoareal ist damit Ergebnis einer vornehmlich in der thematischen Kartographie praktizierten Methode der Generalisierung. Der unscharfe Charakter der Abgrenzung von Pseudoarealen wird durch konturlose Flächentöne oder Flächenmuster, auch durch gerissene oder punktierte Konturen ausgedrückt, die zugleich die Darstellung sich überlagernder Areale ermöglichen (Abb.). Werden zwei oder drei quantitative Stufen ausgewiesen, etwa »häufiges« und »seltenes« Vorkommen, gehen die Pseudoareale in eine Dichtedarstellung oder Intensitätsdarstellung über. Als Pseudoareale werden u.a. dargestellt: Verbreitungsgebiete von Volksbräuchen, von Tier- und Pflanzenarten, Viehzuchtgebiete, durch Lawinen oder Erdbeben gefährdete Gebiete.
Pseudoareal: Darstellung der Verbreitung zweier Pflanzenarten nach der Punktmethode und als Pseudoareal. |
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