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Pseudorange, mit einem Uhrfehler behaftete Entfernungsmessung bei Global Positioning Systems (GPS). Das Navigationsprinzip bei GPS beruht auf der Einweg-Entfernungsmessung zwischen mindestens vier Satelliten und einem Nutzer. Wesentliche Beobachtungsgrösse ist die Laufzeit eines Signals (Code-, Trägerphase) von der Satellitenantenne zur Empfangsantenne. Die Signallaufzeit wird aus dem Vergleich von Uhrablesungen im Sender und im Empfänger bestimmt und über die Ausbreitungsgeschwindigkeit (Lichtgeschwindigkeit) in eine Entfernung umgewandelt. Im allgemeinen kann nicht vorausgesetzt werden, dass beide Uhren miteinander synchronisiert sind, so dass die gemessene Laufzeit noch einen systematischen Fehler (Uhrfehler) enthält, durch den die ermittelte Entfernung verfälscht wird. Durch die Einbeziehung eines vierten Satelliten wird neben den drei Koordinaten X, Y, Z der Nutzerantenne jeweils der Uhrfehler mit bestimmt. |
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