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Organismen, die festsitzend (sessil) auf treibenden oder anderweitig mobilen Untergründen siedeln und mit ihrer Unterlage passiv, zum Teil über erhebliche Entfernungen, verfrachtet werden. Potentielle Anheftungsgründe können Treibholz (Abb.), treibende Tange, andere Tiere (z.B. Buckelwale) oder der Rumpf von Schiffen darstellen. Spektakuläre fossile Funde von pseudoplanktonisch lebenden Crinoidea sind aus dem Posidonienschiefer des unteren Jura Süddeutschlands überliefert. Die bis 18 m langen Crinoiden siedelten zusammen mit Muscheln auf Treibhölzern. Vermutlich sanken die Hölzer unter der zunehmenden Last der aufwachsenden Organismen allmählich auf den anaeroben Meeresboden. Weitere pseudoplanktonisch lebende Organismen der fossilen und rezenten Welt sind Bryozoen, Schnecken, Serpuliden, Korallen, byssustragende Muscheln, Balaniden und dendroide Graptolithen.
Pseudoplankton: auf Treibholz siedelndes Pseudoplankton (Rekonstruktion nach liassischen Funden im süddeutschen Posidonienschiefer): a-c) byssate Muscheln (a=Oxytoma, b=Inoceramus, c=Gervillia), d) Crinoiden (Pentacrinus), e) Serpuliden. |
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