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Sandor (Alex), ungarischer Geograph und Kartograph, * 5.11.1899 Ujpest, † 20.8.1981 Budapest. Radó betrieb im Exil in Wien und Berlin Nachrichtenagenturen (»Rosta«, »Pressegeographie«). In einem Informationsbulletin über den russischen Rätestaat prägte er auf einer Karte 1924 den deutschen Begriff Sowjetunion. 1930 erschien in Berlin sein »Atlas für Politik und Wirtschaft. Arbeiterbewegung. Band I. Imperialismus« (Faksimileausgabe Gotha/Leipzig 1980). Radó wirkte an grossen Handatlanten als Kartenredakteur mit (z.B. »Grosser Sowjetischer Weltatlas«). 1933 ging er nach Paris, 1936 nach Genf, wo er die Nachrichtenagentur »Geopress« gründete. Nach dem zweiten Weltkrieg war Radó seit 1955 als Professor für Geographie, als Leiter des ungarischen Staatsamtes für Kartographie (1955-1978) und leitend im Betrieb »Cartographia« tätig. Seit 1965 gab er »Cart ACTUAL« heraus. Von Radó ging 1957 der Vorschlag zu einem Weltkartenwerk mit Höhenschichten Karta Mira - World Map im Massstab 1:2.500.000 aus (hergestellt 1960-1980 in 224 Blättern). Er erhielt zahlreiche Ehrungen: Leninorden 1942, Kossuthpreis 1962, ungarischer Nationalpreis 1973. |
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