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in der Landschaftsökologie häufig verwendete Modellvorstellung für die Funktionsabläufe in einem Ökosystem (Standortregelkreis). Ein Regelkreis ist ein aus verschiedenen Kompartimenten zusammengesetztes kybernetisches System, bei dem es zu einem ständigen Vergleich zwischen einem Ausgangswert (der Regelgrösse) und einem Sollwert (der Führungsgrösse) kommt (Abb.). Abweichungen vom Sollwert werden von einem Fühler an einen Regler weitergeleitet, der über ein Stellglied die zu regelnden Grössen beeinflusst und somit Abweichungen vom Ist- zum Sollwert entsprechend seiner Leistungsfähigkeit vermindert und korrigiert. Es handelt sich bei einem Regelkreis also um ein geschlossenes Rückkopplungssystem, welches äusseren Einflüssen gegenüber relativ stabil bleibt. Durch die vereinfachte Darstellung des gesamten Wirkungsablaufes in einem Ökosystem lassen sich externe Eingriffsstellen identifizieren. Dies wiederum ermöglicht es, die Folgen solcher anthropogener Eingriffe (z.B. Änderungen der Nutzung oder der Nutzungsintensität) abzuschätzen (Szenarientechnik).
Regelkreis: Modell eines Regelkreises. |
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