| |
Regenerationskapazität, in der Landschaftsökologie die Fähigkeit eines Ökosystems, nach grösseren Veränderungen aufgrund natürlicher oder anthropogener Störungen seine ursprünglichen Strukturen und Funktionen wiederzuerlangen. Dabei darf die Grenze der Belastbarkeit nicht überschritten werden. Man spricht auch von Resilienz eines Ökosystems. In natürlichen Ökosystemen gibt es Regenerationszyklen, die z.B. bei feuerbeeinflussten Gebieten (Feuer), aber auch bei montanem Nadel-Laub-Mischwald beobachtet werden (Abb.). In solchen Systemen entstehen natürliche Zyklen von Wachstum, Zerfall und erneuter Verjüngung, wobei ein Mosaik von verschiedenen Stadien nebeneinander vorkommt, das entscheidend ist für die Artenvielfalt des Lebensraumes. Der Klimax solcher Waldbestände ist also kein konstanter Zustand, sondern ein dynamischer Wechsel, der Vielfalt erst ermöglicht. Regenerationsfunktion.
Regenerationsfähigkeit: zyklische Regeneration eines montanen Fichten-Tannen-Rotbuchen-Urwaldes der östlichen Kalkalpen (Niederösterreich). Verjüngungsphase mit Jungwuchs in Windwurfstellen (a), Optimalphase mit dichtem Kronenschluss und überwiegendem Nadelholzanteil (b), Zerfallsphase eines überalterten Bestandes mit viel totem Holz, hohem Rotbuchenanteil und neuerlichem Aufkommen von Jungwuchs (c). |
|