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gelöster Sauerstoff, Konzentration des Gases Sauerstoff (O2) in Milliliter oder Mikromol pro Liter Wasser (zur Umrechnung: ml/l·44,615=μmol/l). Die Löslichkeit des O2 nimmt wie bei allen Gasen im Meerwasser mit steigender Temperatur und zunehmendem Salzgehalt ab. Sie lässt sich durch folgende Gleichung beschreiben (im Gleichgewicht mit einer Atmosphäre von 100% Luftfeuchte, 20,95% O2 und 1013,25 hPa):
ln C=-173,4292+249,6339·(100/T)+143,3483·ln(T/100)-21,8492·(T/100)+S{ -0,033096+0,014259·(T/100)-0,0017000·(T/100)2},
wobei C=Sauerstoffgehalt oder Sauerstoffsättigung in ml/l, T=Temperatur in Kelvin, S=Salzgehalt. So errechnet sich C bei S=10 und 5ºC zu 8,36 ml/l, bei S=35 und 25ºC dagegen nur noch zu 4,73 ml/l. Der gelöste Sauerstoff der gesamten Hydrosphäre beträgt ca. 1% der vorhandenen Sauerstoffmenge in der Atmosphäre.
Der Sauerstoffgehalt wird stark von physikalischen, chemischen und biologischen Faktoren beeinflusst. Für die hydrologische Interpretation eines bestimmten Sauerstoffgehaltes ist daher die Kenntnis dieser zugehörigen Bedingungen erforderlich (z.B. Temperatur, Druck, Salzgehalt, Algenblüten). Der Sauerstoffgehalt spielt im Sauerstoffhaushalt eines Gewässers eine herausragende Rolle, da er wesentlich über die Lebensfähigkeit von Organismen entscheidet und die Wasserqualität mitbestimmt. |
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