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Pflanzen, die im Gegensatz zu den Heliophyten auf einen niedrigen Lichtgenuss eingestellt sind. Man unterscheidet obligatorische Schattenpflanzen, die nur im Schatten gedeihen, von den fakultativen Schattenpflanzen, die auch im vollen Sonnenlicht wachsen, hier aber eine Sonnenform ausbilden. Die Schattenpflanzen sind an die schlechten Lichtbedingungen morphologisch und physiologisch angepasst: Die Blätter stellen sich senkrecht zum Lichteinfall und sind dünner und grossflächiger, was den Gasaustausch erleichtert. Kutikula und Festigungsgewebe sind schwächer entwickelt, die Chlorophyllmenge in den Zellen ist erhöht und die Lichtsättigung der Photosynthese wird früher erreicht. Das Wachstum wird auch vom hohen CO2-Gehalt der bodennahen Luftschicht gefördert. Die untere Existenzgrenze für Gefässpflanzen dürfte bei 1-2% der vollen Strahlungsmenge liegen, Moose und Flechten können noch Minimalwerte von 0,5% tolerieren. |
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