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beschreiben den Bruchzustand und bilden die Grundlage für die Untersuchung aller Stabilitätsprobleme (Standsicherheitsuntersuchung). Die Scherfestigkeit τ setzt sich aus zwei Komponenten zusammen, der Kohäsion und der Reibung R=σtanφ. Nach Mohr/Coulomb (Mohrscher Spannungskreis) besteht folgender Zusammenhang:
τ=c+σ·tanφ mit τ=Scherfestigkeit, c=Kohäsion, σ=gesamte Normalspannung, φ=Reibungswinkel. Die charakteristischen Konstanten c und φ sind die sogenannten Scherparameter (Abb.). Beide Konstanten werden im Versuch ermittelt (Scherversuche): a) Die effektiven (wirksamen)
Scherparameter c’ und φ’ werden anhand des dränierten Versuchs bzw. des konsolidierten, undränierten Scherversuchs (CU-Versuch) ermittelt. Diese Werte dienen der Berechnung der Endstandsicherheit von Bauwerken. b) Die scheinbaren Scherparameter cu und φu werden anhand des unkonsolidierten, undränierten Scherversuchs (UU-Versuch) ermittelt. Sie dienen der Berechnung der Anfangsstandsicherheit von Bauwerken. Die im Versuch ermittelten Werte gelten für kleine Proben im Labor. Aufgrund von Inhomogenitäten des Untergrundes im Gelände müssen die ermittelten Werte zur Sicherheit abgemindert werden.
Scherfestigkeitsparameter : graphische Darstellung der Scherparameter c=Kohäsion und φ=Reibungswinkel (τ =Scherfestigkeit, σn=Normalspannung). |
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