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Gliederung der Schriften nach der Gestalt der Buchstaben, wobei z.T. historisch gewachsene Bezeichnungen Verwendung finden. Für die Klassen der Schriften wird auch der Begriff Schriftgattung verwendet, der nicht mit dem Begriff der Schriftart gleichzusetzen ist. Die Schriftklassifikation unterscheidet bei den lateinischen Schriften a) runde Schriften, in denen die Übergänge zwischen senkrechten Strichen gerundet sind. Ihnen gehören die modernen Satzschriften an; b) gebrochene Schriften, deren Übergänge eckigen, winkligen Charakter haben, sowie c) fremde Schriften, die Schriften der nichtlateinischen Alphabete. Als besondere Gruppe können geschriebene Schriften, die Normschrift und Schreibmaschinenschriften angesehen werden, die aber kaum mehr in Karten verwendet werden. Ebenso sind gebrochene Schriften für die moderne Kartographie unbedeutend. Sie sind jedoch verbreitet in Karten vergangener Jahrhunderte zu finden. Die derzeit für kartographische Zwecke meistverwendeten Schriften sind runde Schriften, die der Klasse der serifenlosen Linearantiqua angehören, darunter vor allem die Schriftarten Helvetica und Univers. Diese haben speziell entwickelte Kartenschriften weitgehend abgelöst. Vereinzelt werden Antiquavarianten benutzt. Die den genannten Schriftarten angehörenden Schriften werden in Karten und Texten durch Abwandlung des Schriftgrades und des Schriftschnitts zweckentsprechend gestaltet (Schriftgestaltung). |
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