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fächerartige, dreieckige, flache bis kegelförmige Ablagerung, die durch einen markanten Gefällsknick (z.B. am Übergang von einem engen Neben- in ein breites Haupttal) induziert wird (Abb.). Meist periodische bis episodische Flüsse bauen den Schwemmfächer durch murähnliche (Mure) bis fluviale Sedimentationsprozesse auf. Bei fluvial dominierter Schwemmfächerschüttung setzt am Austritt in die Weitung (Gefällsknick) Breitenverzweigung (Flussverzweigung) ein. Die dadurch bedingte Verminderung des Gerinnequerschnitts und der Fliessgeschwindigkeit und die zunehmende Versickerung des Wassers im Lockermaterial der Schwemmfächeroberfläche bewirken die rasche Sedimentation des grössten Teils der mitgeführten Flussfracht. Auf der Schwemmfächeroberfläche bildet sich ein braided river system aus. Die abgelagerten Korngrössen nehmen vom Apex zum distalen Rand ab. Schwemmfächer erreichen Grössen von wenigen Zehner Metern bis 20 km. Änderungen im Regime oder in der Materialzufuhr können eine nachfolgende Zerschneidung der Schwemmfächer durch fluviale Erosion bewirken, durch anschliessenden Aufbau neuer Schwemmfächergenerationen in ältere Schwemmfächer entstehen Schwemmfächerterrassen. Schwemmkegel.
Schwemmfächer: Schwemmfächer entstehen an markanten Gefällsknicken im Tallängsprofil (z.B. am Übergang von einem engen Neben- in ein breites Haupttal). |
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