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SSEOP, im Rahmen von amerikanischen Raumfährenmissionen werden Fotos von ausgewählten, auf der ganzen Erde verteilten Bereichen belichtet. So wurden von April 1981 bis Ende 1985 allein 25.000 Farbaufnahmen von Erdumlaufbahnen zur Erde zurückgebracht. Das SSEOP war zur Unterstützung der Erdbeobachtung eingerichtet worden, die durch die Aufnahme mit nahezu senkrecht oder schräg orientierten handgehaltenen Kameras durch erfahrene Astronauten realisiert wurde. Als Aufnahmegeräte fanden eine NASA-modifizierte Hasselblad 500 EL/M und eine Linhof Aero Technika 45 Anwendung (Tab.). Für besondere geowissenschaftliche Interessensgebiete wie Geologie, Ozeanographie, Meteorologie usw. wurden spezielle Bereiche, die auf Grund von Phänomenen wie Waldbränden, Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen von besonderem Interesse waren, aufgenommen. Die häufig stereoskopisch vorliegenden Bilder des SSEOP werden am D. Jonson Space Center in Huston, Texas, aufbewahrt und sind in vielbändigen Katalogen dokumentiert. Häufig stellen sie historische Bilddokumentationen von hohem Wert dar. Neben Filmrolle und Bildnummer ist für jede Aufnahme ein „Geoname”, der den Bildhauptpunkt lokalisieren lässt, angegeben und der den Zugriff zur Shuttle Earth-Viewing Imagery Facility (SEVIF) ermöglicht. Ferner sind angegeben Längen- und Breitenangaben mit zusätzlicher Bildcharakteristik, Wolkenbedeckung in Prozent, Orientierung und Neigung der Aufnahmen, individuelle Brennweiten und Qualitätsangaben, Angabe über Stereobedeckung sowie Nummer der Erdumkreisung.
Space Shuttle Earth Observation Programm (Tab.): technische Daten. |
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