im Unterschied zu einem geometrisch definierten Ellipsoid physikalisch definierte Approximation der Normalfigur der Erde. Man erhält ein Sphäroid durch Abbruch der Kugelfunktionsentwicklung des Gravitationspotentials der Erde mit einem gewissen Grad. Die Isoskalarflächen solcher abgebrochener Kugelfunktionsentwicklungen sind Äquipotentialflächen des Gravitationspotentials. Die Sphäroide werden deshalb auch als Niveausphäroide bezeichnet. Für den Grad 2 erhält man das Sphäroid von Bruns, für den Grad 4 das Sphäroid von Helmert. Das Sphäroid von Bruns ist eine Fläche 14., das Sphäroid von Helmert eine Fläche 22. Ordnung. Als geodätische Bezugsflächen sind sie deshalb weniger geeignet als die Referenzellipsoide bzw. die Niveauellipsoide.