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Adolf, sächsischer Diplomat und Kartograph, * 26.2.1775 Gotha, † 13.3.1836 Gotha. Nach einem Jurastudium in Jena und Göttingen, bei dem er sich auch mit Geographie, Astronomie und Physik befasste, wurde Stieler Legationsrat am herzoglichen Hof in Gotha. Nebenher schuf er zunächst für F.J. Bertuch in Weimar sieben Textkarten (1798/99), vier Karten zum „Hand-Atlas” (1800-04) und 25 Blätter der „Topographisch-militairischen Charte von Teutschland” (1:185.000, 204 Sektionen, Weimar 1806-1820; 2. Ausgabe 1831/32 mit ca. 400 Blättern). Ab 1816 war Stieler nur noch für Justus Perthes in Gotha tätig. Nach seiner Konzeption entstand von 1817 bis 1823 der „Hand-Atlas über alle Theile der Erde ...” in 50 Blättern, an dessen Bearbeitung sein Hausangestellter J. Ch. Bär (1789-1848) massgeblich beteiligt war und der als Stielers Handatlas Weltruf erlangte. 1821 brachte J. Perthes nach „Stieler‘s Hand-Atlas” den „Kleinen Schul-Atlas ...” mit 20 verkleinerten Karten heraus, von dem bis 1840 100.000 Exemplare abgesetzt wurden. Als Ergänzung zum Atlas gedacht, war die von Stieler zusammen mit F. von Stülpnagel (1786-1865) entworfene „Karte von Deutschland in XXV Blättern”, die von 1829-36 in Lieferungen erschien und nach Stielers Tod bis 1876, mehrfach laufend gehalten, verlegt wurde. |
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