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vorwiegend in Nordafrika und da in ariden bis semiariden Gebieten Vorder- und Mittelasiens angewendetes Verfahren zur Gewinnung von Wasser für die landwirtschaftliche Bewässerung. Dabei werden z.T. kilometerlange und weitverzweigte Stollensysteme soweit in Berghänge vorgetrieben, bis grundwasserführende Schichten angeschnitten werden. Die Bezeichnungen für dieses System variieren in den einzelnen Ländern, sie werden z.B. im Iran als Qanate, in Syrien als Kenayat, im Jemen als Felladj bezeichnet, in Nordafrika als Foggara oder Chattara. Sie bestehen aus z.T. mannshohen Sammelstollen, in denen das Wasser in freiem Gefälle zu den Bewässerungsflächen fliesst – eine Hebung des Wassers entfällt damit –, und aus senkrechten Luftschächten. Die Stollenbewässerung ist z.B. im Iran auch heute noch die wichtigste Bewässerungsform. |
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