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Sättigungskurve, entspricht beim Proctorversuch der Trockendichte dd und dem Wassergehalt w einer Probe, deren sämtliche Poren mit Wasser gefüllt sind (Sättigungsbeiwert Sr=1,0).
Sättigungsmagnetisierung, ist die maximal mögliche Magnetisierung Ms. Dieser Zustand wird erreicht, wenn alle magnetischen Elementardipole einer Substanz durch die Wirkung eines äusseren Feldes eingeregelt worden sind (Abb.). Bei T=0 K (absoluter Nullpunkt) sind sie dann parallel orientiert. Durch thermische Agitation wird dieser Zustand mit steigender Temperatur zunehmend gestört. Ms nimmt daher in der Regel mit steigender Temperatur zunächst wenig, bei höheren Temperaturen aber stärker ab und verschwindet bei der Curie-Temperatur. Mit Hilfe von Messungen dieser Art kann die Curie-Temperatur TC eines Materials bestimmt werden (Ferrimagnetismus).
Innerhalb einer magnetischen Domäne ist eine ferro- oder ferrimagnetische Substanz stets bis zur Sättigung in einer leichten Richtung magnetisiert. Man spricht dann auch von spontaner Magnetisierung, weil sie nicht durch ein äusseres Magnetfeld erzwungen wird, sondern durch die Austauschwechselwirkungen zwischen den Elementardipolen zustande kommt.
Sättigungsmagnetisierung: schematische Ms/T-Kurven für a) Hämatit, b) Magnetit, c) Magnetkies und einen d) Titanomagnetit TM60. |
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