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Querschnitt eines Tals mit unterschiedlich stark geneigten Hängen. Eine Talasymmetrie kann verschiedene Ursachen haben: a) tektonisch bedingte Talasymmetrie: Fliesst ein Fluss in tektonisch schräg gestellten Schichten, unterschneidet er stärker auf der Talseite, zu der die Schichten geneigt sind, das heisst es entsteht dort ein steilerer Hang. b) strukturbedingte Talasymmetrie: Eine weitere Ursache kann die Anlage des Tals in unterschiedlich widerständigem Gestein auf beiden Talseiten sein. In widerständigerem Gestein werden steilere Hänge angelegt. c) periglaziale Talasymmetrie: Unter periglazialen Bedingungen findet auf den ostexponierten Hängen aufgrund geringerer Sonneneinstrahlung, grösserer Schneeansammlung und damit längerer Durchfeuchtung stärkere Gelifluktion statt. Dadurch werden die ostexponierten Hänge verflacht und die Flüsse nach Osten abgedrängt, so dass sie den Osthang unterschneiden und versteilen. Zusätzlich werden ostexponierte Hänge durch die Sedimentation von Löss verflacht. d) Talasymmetrie aufgrund der Corioliskraft: Als weitere Ursache für eine Talasymmetrie gilt die Einwirkung der ablenkenden Kraft der Erdrotation. |
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