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1,1,2,2-Tetrachlorethan, C2H2Cl4, farblose, klare, schwere, stark lichtbrechende Flüssigkeit mit chloroformartigem Geruch. Die grosstechnische Herstellung von Tetrachlorethan erfolgt durch Umsetzung von Acetylen mit Chlor in Gegenwart von Eisenchlorid und Antimonpentoxid bzw. Schwefeldichlorid als Katalysatoren. Weltweit werden zur Zeit schätzungsweise 100.000-150.000 t/a produziert. Ausgewählte Stoffeigenschaften: Dichte: 1,595 g/cm3 bei 20ºC, Dampfdruck: 7 hPa bei 20ºC, Wasserlöslichkeit: 2900 mg/l bei 20ºC, Schmelzpunkt:
-42,5ºC, Siedepunkt: 146,2ºC. n-Octnaol/Wasser-Verteilungskoeffizient (logPO/W): 1,7. Tetrachlorethan ist giftig für Wasserorganismen und vermutlich cancerogen. Sein Verhalten in der Umwelt wird massgeblich bestimmt durch seine hohe Wasserlöslichkeit und Flüchtigkeit, eine geringe Bio- und Geoakkumulationstendenz sowie infolge der hohen Molekülsymmetrie eine relativ hohe Stabilität gegenüber physikalisch-chemischen und biologischen Transformationsreaktionen. In der Hydro- und Pedosphäre ist eine mikrobiologische Metabolisierung unter Bildung von Di- und Trichloressigsäure bzw. Umsetzung bis zu CO2 zu vermuten. |
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