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mit Hilfe von Thermaldetektoren in optomechanischen Scannern von Flugzeug- oder Satellitenplattformen aus aufgezeichnete und als binäre Codes gespeicherte Bilddaten, die bildelementweise unterschiedliche Temperaturwerte als Grauwerte auflösen, z.B. im 8-bit-Modus 256 Werte. Gebräuchlich ist eine Farbcodierung der Grauwerte nach dem Verfahren des density slicing mit einem Farbübergang von blauen (kalt) nach roten (warm) Farben für ansteigende Grauwerte, wodurch bessere Interpretierbarkeit des originären Grauwertbildes erreicht wird. Da die Detektivität von Thermaldetektoren im Vergleich zu den für sichtbare, nahinfrarote und mittelinfrarote Wellenlängenbereichen gebräuchlichen Detektoren um den Faktor 10 geringer ist, muss Thermalstrahlung über grösseren Bodenelementen aufgezeichnet werden, um das Rauschen übersteigende Signalintensitäten zu erreichen. Für TM auf Landsat-4 und 5 ergeben sich zum Beispiel Bildelementgrössen von 120 m statt 30 m. Thermalbilder entsprechen einer flächenhaften und flächendeckenden Temperaturaufnahme von Teilen der Erdoberfläche. Im besonderen werden Thermalbilder für das Monitoring von Gewässern, urbanen Räumen, Vegetation, aber auch von Brandkatastrophen eingesetzt. Themenspezifische Schwerpunkte sind unter anderen die Gewässerökologie, die Stadtklimaforschung, die Analyse von Vegetationsschäden und die Erfassung von Waldbrandflächen. |
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