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[engl. ”Das Unglück der Allgemeingüter«], gemäss diesem Erklärungsversuch der Humanökologie liegt die Ursache der Übernutzung der Umwelt darin, dass in menschlichen Gesellschaften die Gewinne privatisiert, die Kosten dagegen vergesellschaftet werden. Auf einem von mehreren Hirten geteilten Stück Weideland (”Allmende«) ist es für den einzelnen Hirten vorteilhaft, soviel Vieh als möglich grasen zu lassen. Die Tragfähigkeit dieses Gebietes wird deshalb rasch erschöpft sein, wenn sich die Gemeinschaft nicht Nutzungsbeschränkungen auferlegt. Dieses Prinzip lässt sich auf alle Teile der Landschaft übertragen, die der Allgemeinheit gleichermassen zur Verfügung stehen (z.B. unberührte Natur, Naturschutzgebiete, Grünzonen, Flussauen, Oberflächen- und Grundwasser etc.). Aus der Problematik der Tragedy of the Commons wird daher die Legitimation von politischen und wirtschaftlichen Lenkungsmassnahmen (Umweltabgaben) abgeleitet. |
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