| |
zum seitlichen Gletscherrand eines ehemaligen oder aktuell stärker abgeschmolzenen Gletschers parallel verlaufender Wall aus Moränenmaterial (Moräne), die keine Verbindung zum Gletschereis und der aktuellen Seitenmoräne mehr hat und als Reliktform daher von dieser unterschieden werden muss (Abb.). Junge Ufermoränen weisen eine sehr steil geneigte, zum ehemaligen Gletscher gerichtete Innenseite auf, die nach dem Abschmelzen des Eises für einige Zeit erhalten bleibt, während die Aussenseite in der Regel flacher ausgebildet ist und deutlich stärkeren Bewuchs aufweisen kann. Ufermoränen geben Hinweise auf die frühere, höhere Mächtigkeit des Gletschereises und somit auf ehemalige Gletscherstände. In den Alpen bilden die Ufermoränen des sogenannten 1850er-Standes typische Beispiele.
Ufermoräne: Ufermoräne unterhalb des Rofenkarferners an der Wildspitze in den Ötztaler Alpen. |
|