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in der Moorkunde versteht man unter Vererdung die pedogenetische Umwandlung (Bodenentwicklung) oberflächennaher Torfe in amorphes, erdähnliches Bodenmaterial; Moorbodenentwicklung vom Ried zum Erdfen. Dieser Prozess vollzieht sich vor allem durch Mineralisierung und Humifizierung unter vorwiegend aeroben Bedingungen im Zuge der Entwässerung und anschliessender landwirtschaftlicher Nutzung der Moore. Vererdeter Torf ist vor allem im Ap-Horizont mässig entwässerter jüngerer Moorkulturen zu finden. Je nach Ausgangsmaterial entsteht ein dunkelbraun bis schwarzes Krümelgefüge, in welchem makroskopisch keine pflanzlichen Strukturen mehr zu erkennen sind. Der Vererdung schliesst sich mit zunehmender Austrocknung des Moorbodens die Vermulmung an, wobei ein humin- und aschereiches, schwerbenetzbares (kohlenstaubähnliches) Feinkorngefüge entsteht. |
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