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Blaueisenerde, Blaueisenerz, Blauerde, blaue Eisenerde, Eisenblau, Eisenphyllit, Glauko-Siderit, nach dem englischen Mineralogen J.G. Vivian benanntes Mineral mit der chemischen Formel Fe2,3+[PO4]2·8H2O und monoklin-prismatischer Kristallform; Farbe: frisch farblos, färbt sich aber rasch zu blau, indigo bzw. auch schwärzlich-grün; Glas- bis matter Perlmutterglanz; durchscheinend bis undurchsichtig; Strich: bläulich; Härte nach Mohs: 2 (mild); Dichte: 2,67-2,69 g/cm3; Spaltbarkeit vollkommen nach (010); Bruch: uneben und faserig; Aggregate: meist strahlig-faserig, Rosetten, Kugeln, Knollen, erdig, pulverig; vor dem Lötrohr rot werdend und zu einem grau-glänzenden, magnetischen Korn schmelzend; in Salz- und Salpetersäure leicht löslich; Begleiter: Limonit, Siderit; Vorkommen: als Verwitterungsneubildung mancher sulfidischer Erzlager, ferner in der limonitischen Zone von Sideritlagerstätten und auch in Tonen; Fundorte: Grube Messel, Bodenmais und Waldsassen (Bayern), Trep 
a (Serbien), St. Agnes (Cornwall, England), bei Moskau (Russland), Llallagua und Posokoni (Bolivien). |
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