Entscheidend für die Mächtigkeit der Wolke ist die Erhöhung des Auftriebs durch die freigesetzte Kondensationswärme. Wolkenauflösung liegt vor, wenn alle Wolkenpartikel verdunstet sind oder die Wolke nicht mehr als Ganzes erkennbar ist (Wolkenfetzen). Dazu tragen bei: a) Vermischen von Wolkenluft mit trockener Umgebungsluft (Entrainment), insbesondere durch Turbulenz und Scherung, b) Versiegen des Aufwindes mit auftriebsbehafteter, feuchter Luft, c) Ausfallen des Niederschlages und d) Absinken der Umgebungsluft mit einhergehender Erwärmung und Stabilisierung. Eiswolken (Cirren) bilden sich analog zu Wasserwolken bei Eisübersättigung. Allerdings kann die Wolkenbildung durch Fehlen geeigneter Eiskeime eine Übersättigung von mehreren hundert Prozent erforderlich machen.