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Sammelbegriff für die manuellen Arbeitstechniken zur Herstellung von Kartenoriginalen mittels Zeichengeräten und Zeichenmitteln unter Anwendung spezieller Zeichenträger. Sie fanden zu allen Zeiten Anwendung bei der Herstellung von Kartenentwürfen, die in der Regel auf gut geleimtes Papier, speziellen Zeichenkarton, kreidierten Karton (Barytkarton) und/oder masshaltig kaschierten Karton, seltener auf transparente Zeichnungsträger ausgeführt werden (Handzeichnung). Die Vorzeichnung erfolgt mit Bleistift auf das mit Kartennetz und/oder der Kopie (Blaukopie) einer Vorlage versehene Blatt. Zur Netzkonstruktion werden Massstäbe, Zeichendreiecke und verschiedene Zirkel verwendet (Hochzeichnung). Zur Massstabsveränderung gelangen auch der Pantograph und Proportionalzirkel zur Anwendung. Die Auszeichnung erfolgt mit Zeichenfeder und Ziehfeder, in jüngerer Zeit auch mit Tuschefüllhalter. Kolorit mit Pinsel und Aquarellfarben oder mit Farbstiften dienen der Vervollständigung von Entwurfszeichnungen. Sauber ausgeführte Originalzeichnungen in Form des farbvereinten Originals werden unter Nutzung elektronischer Farbscanner auch direkt für die Druckplattenherstellung genutzt. |
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