Die Abhängigkeit der Dichte im Ozean von Temperatur, Salzgehalt und Druck wird durch die Zustandsgleichung des Meerwassers beschrieben. Die Dichte wird geringer mit abnehmendem Druck und abnehmendem Salzgehalt. Für Salzgehalte über 24,7 psu wächst die Dichte bei abnehmender Temperatur bis zum Erreichen des Gefrierpunktes kontinuierlich an. Für niedrigere Salzgehalte besitzt die Dichte ein lokales Maximum, das in Abhängigkeit vom Salzgehalt zwischen –1,33 und +3,98 ºC liegt. Diese Abhängigkeit der Dichte vom Salzgehalt hat grosse Bedeutung für die Verhältnisse im Weltmeer. Hier liegen die typischen Salzgehalte um 35 psu. Somit tritt bei abnehmender Temperatur kein lokales Maximum der Dichte auf und es kommt damit bei sehr niedrigen Temperaturen zu keiner Dichtezunahme. Aus diesem Grund entwickelt sich im Ozean, anders als in Frischwasserseen, bei Abkühlung an der Oberfläche keine stabile kalte Oberflächenschicht (Stabilität der Schichtung). Ein Zufrieren des Ozeans wird auf diese Weise verhindert.