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eine i.d.R. dünne, meist grobkörnige, kalkige oder sandige Gesteinsbank, in der phosphatische Wirbeltierreste (Knochen, Zähne, Schuppen) angereichert sind. Phosphatisierte Koprolithen können in hoher Konzentration auftreten. Bonebeds entstehen als tempestitische Kondensationshorizonte am Ende grösserer regressiver Zyklen, z.B. mit Abschluss der marinen Sedimentation des kaledonischen Orogenzyklus im berühmten obersilurischen Ludlow-Bonebed Englands, oder zu Beginn transgressiver Zyklen. Die Genese lässt sich durch wiederholte Aufarbeitung von präfossilisierten phosphatischen Komponenten und Mischung mit jeweils frischen Fossilbruchstücken verstehen. Unter gleichzeitiger Auswaschung feinkörnigen Sediments erfolgt eine gravitative Anreicherung der Phosphatkomponenten. Damit gehören bonebeds zu Konzentrationslagerstätten (Fossillagerstätten). |
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