| |
maximale Druckspannung, die ein Gestein bei einer axialen Belastung aufnehmen kann. Beim Überschreiten der Druckfestigkeit kommt es entlang einer Bruchfläche zum vollständigen Kohäsionsverlust. Die einaxiale Druckfestigkeit ist abhängig von folgenden Faktoren: a) der einaxialen Druckrichtung. In anisotropem Gestein (z.B. Schiefer) variiert die Druckfestigkeit in den verschiedenen Richtungen; b) der Geometrie des Prüfkörpers. Bei abnehmender Höhen/Durchmesser-Relation erhöht sich die Druckfestigkeit. In den Empfehlungen der International Society for Rock Mechanics (1972) wird ein Höhe/Durchmesser-Verhältnis von 2,5:1 bis 3:1 vorgeschlagen; c) der Eigenschaften der Endplatten, die durch die Verwendung bürstenartiger Druckkörper nahezu ausgeschaltet werden kann; d) der Steifigkeit der Prüfpresse.
Misst man die Deformation während des Versuches, können ausserdem die elastischen Gesteinsparameter wie Verformungsmodul (E-Modul) und Querdehnungsverhältnis (Poissonzahl) ermittelt werden. Die Durchführung und Auswertung von einaxialen Druckversuchen mit Böden ist in der DIN 18136 festgelegt. Der Maximalwert der Druckspannung in dem Druck-Stauchungsdiagramm gilt hier als Bruchkriterium. Wird bei der Deformation kein maximaler Wert erreicht, gilt die Stauchung von 20% als Bruchkriterium. Der einfachste Versuch zur Ermittlung der einaxialen Druckfestigkeit eines Gesteins ist der Punktlastversuch. Die dadurch ermittelte Druckfestigkeit in anisotropen Gestein wird als indirekte Druckfestigkeit bezeichnet.
NU |
|