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Abhängigkeit der Leitfähigkeit von der Stromflussrichtung, entsteht durch Feinschichtung bzw. Textur eines Gesteinskomplexes im mikroskopischen Bereich (Mikroanisotropie) oder durch Wechsellagerung bzw. Schieferung dünner Schichten, deren jeweilige individuelle Leitfähigkeit durch geoelektrische Verfahren nicht aufgelöst werden kann (Makro- oder Pseudoanisotropie). Sie tritt insbesondere bei feingeschichteten Sedimenten und vielen metamorphen Gesteinen auf. In isotropen Bereichen ist die Stromdichte 
dem elektrischen Feld
proportional und die Leitfähigkeit ein Skalar:

= σ
(Ohmsches Gesetz). Für anisotrope Bereiche wird die Leitfähigkeit zu einem (3×3)-Tensor, der durch eine Drehung des Koordinatensystems so transformiert werden kann, dass nur noch die Hauptachse von Null verschieden ist:
Die resultierende Stromflussdichte ist somit nicht mehr parallel zum elektrischen Feld. Die Leitfähigkeit parallel zur Schichtung wird als longitudinale, die senkrecht zur Schichtung als transversale Leitfähigkeit σl bzw. σt bezeichnet. Als Anisotropiekoeffizienten definiert man die Grösse:
(η≥ 1), die in der Natur im Mikrobereich Werte zwischen etwa 1 und 2,5 annehmen kann. HBr |
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