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Haupttyp der exogenen geomorphodynamischen Prozess-Response-Systeme im Sinne von S. A. Schumm (1977). Es stellt ein komplexes Ursachen-Wirkungsgefüge dar, bestehend aus Prozess-, Material- und Formvariablen innerhalb eines Einzugsgebietes, in dem die wesentlichen Prozessfunktionen durch die Fliessgewässer gesteuert werden. Das Ausmass der fluvialen Prozesse wird dabei durch die Rückkopplung mit den Prozesskomponenten bestimmt. Hierzu gehören u.a. das durch Verwitterung aufbereitete und dem Fliessgewässer zugeführte Material, das durch fluviale Erosion aufgenommene Material, sowie alle Transportvorgänge (fluvialer Transport) und Akkumulationsvorgänge (fluviale Sedimentation) innerhalb des Fliessgewässers. Die Prozessabläufe im fluvialen System führen mit der Zeit zu einer Veränderung der Oberflächenformen, was wiederum auf die Materie und die Energieumsätze innerhalb des Fliessgewässers rückwirkt. |
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