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thematische Karten, in denen das Relief der Erdoberfläche (Georelief), z.T. einschliesslich des Meeresbodens (die geomorphologische Ausstattung eines Raumes) dargestellt wird. Während allgemeine geomorphologische Karten vorrangig von der wissenschaftlich-geomorphologischen Grundlagenforschung genutzt werden, dienen spezielle geomorphologische Karten den Belangen anderer Geowissenschaften. Angewandte geomophologische Karten sind vorrangig für die Praxisnutzung (Agrar- und Forstökologie, Naturschutz, Landschaftspflege, Raumplanung usw.) konzipiert, wobei die Karten direkt genutzt werden oder nach Umsetzung in Auswertekarten. In Abhängigkeit vom fachlichen Ansatz und inhaltlichen Kartierungsziel unterscheidet man geomorphographische Karten, geomorphogenetische Karten, und morphologisch-ökologische Karten. Im engen Zusammenhang mit geomorphologischen Regionaluntersuchungen sind zahlreiche geomorphologische Grundkarten (Massstab 1:10.000) und Detailkarten (Massstäbe 1:25.000 bis 1:100.000, z.T. bis 1:200.000) entstanden. Die Aufnahme der Grundkarten erfolgt im Gelände auf der Grundlage topographischer Karten und unter Verwendung grossmassstäbiger Luftbilder. In diesem Zusammenhang spielen auch Digitale Geländemodelle bzw. DGM-Daten eine zunehmende Rolle. Landesweite geomorphologische Kartenwerke in grossen Massstäben sind noch sehr selten. In der Bundesrepublik Deutschland wurden im Zuge eines Modellversuchs ca. 40 Kartenblätter einer komplexen geomorphologischen Karte im Massstab 1:25.000 (GMK 25 BRD) und einer morphologischen Übersichtskarte (GMK 100 BRD) nach Vorgabe eines einheitlichen Legendenschlüssels bearbeitet. In diesen Karten wurde die Standardlegende entwickelt, erprobt und verbessert. Dargestellt werden in einer einzigen Farbkarte Reliefformen (Hangneigung, Wölbung, Formengenese, Hydrographie, Substrate und geomorphologische Prozesse). |
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