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sind Lösungsgehalte oder Ionenverhältnisse in Thermalwässern, aus denen die Temperaturen des Thermalreservoires berechnet werden können. Die Thermometer beruhen auf der mit steigender Temperatur zunehmenden Löslichkeit von Quarz bzw. Chalcedon, von Feldspäten, Glimmern und Mg-Silicaten. Wichtige Thermometer sind:
a) SiO2-Thermometer:
mit T = Temperatur in [K], SiO2 in [mg/l], ohne Wasserdampf, gegen Quarz als Festphase; b) Na-K-Thermometer:
mit T = Temperatur in [K], Na, K in [mg/l]; c) Na-K-Ca-Thermometer:
mit T = Temperatur in [K], Na, K, Ca in [mg/l], β =1/3 für Na-Wässer und β =4/3 für Ca-Wässer; (4) Mg-Li-Thermometer:
mit T = Temperatur in [K], Mg, Li in [mg/l]. Die Anwendung der Thermometer setzt voraus, dass bei hohen Rerservoirtemperaturen ein thermodynamisches Gleichgewicht zwischen den Wässern und den Mineralphasen erreicht worden ist. Dieses sollte dann durch einen schnellen Aufstieg der Thermen zur Oberfläche konserviert werden. Problematisch sind Mineralfällungen, Ionenaustausch und Mischwässer. Neben den hydrochemischen Thermometern werden auch verschiedene isotopenchemische Thermometer eingesetzt. |
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