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Tunnelvortrieb, bei dem zuerst eine Anzahl Stollen vorgetrieben wird, und dann das Gebirge, wenn nötig, durch Verzimmerung abgestützt und in den ausgehöhlten Teilen ausgekleidet wird. Man unterscheidet (Abb.): a) Kernbauweise (Deutsche Bauweise): Hier werden zunächst die Stollen an den Ulmen vorgetrieben, dann der ganze Tunnelquerschnitt nacheinander durch Stollen aufgefahren. Nur ein Kern bleibt vorerst bestehen, er wird als Widerlager bei der Verzimmerung benutzt. Nach der Auskleidung an Widerlager und First wird auch der Kern ausgebrochen. Unter Umständen wird ein Sohlgewölbe eingebracht. b) Unterfangungsbauweise (Belgische Bauweise): Der Vortrieb beginnt mit einem Sohl- oder Firststollen, dann erfolgt die Erstellung eines Firstschlitzes, der bis zum Tunnelfirst erweitert wird. Anschliessend erfolgt der Ausbruch der Kalotte und der Einbau des Firstgewölbes. In diesem Verfahren werden die Widerlager in Unterfangungsbauweise angebracht. c) Aufbruchbauweise (Österreichische Bauweise): Der Vortrieb beginnt mit einem Sohl- oder Firststollen, dann erfolgt lokal die Erstellung eines Firstschlitzes, der bis zum Tunnelfirst erweitert wird. Anschliessend erfolgt der Ausbruch, von oben ausgehend, über den ganzen Querschnitt und die Sicherung. Im Anschluss wird der Hohlraum ausgekleidet. Unter Umständen wird ein Sohlgewölbe eingebracht. Neue Österreichische Tunnelbauweise.
klassischer Tunnelvortrieb: Methoden des klassischen Tunnelvortriebs: a) Kernbauweise, b) Unterfangungsbauweise, c) Aufbruchbauweise. Die Zahlen stehen für die Reihenfolge des Ausbruchs, die Pfeile für die Ausbruchsrichtung. |
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