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Prozesse, an denen Mikroorganismen mittelbar oder unmittelbar beteiligt sind.Diese können z.B. in Böden und im Grundwasser ablaufen. Im Boden wandeln sie im Rahmen der Mineralisierung organische Substanz in anorganische Verbindungen um und setzen dabei pflanzenverfügbare Nährstoffe und CO2 frei. Das im Boden produzierte CO2 stammt zu ca. 30% aus Wurzel- und Tieratmung und wird zu 70% von den Mikroorganismen als Endprodukt aerober Atmungsvorgänge gebildet. Im Grundwasser ist die Bedeutung mikrobieller Prozesse mindestens genau so gross wie die chemischer und physikalischer Prozesse. Im Untergrund sind dabei im wesentlichen drei Gruppen von Mikroorganismen verbreitet: Bakterien, Aktinomyceten sowie Pilze. Sie bewirken zumeist den Abbau organischer und anorganischer Verbindungen im Untergrund und können somit die Grundwasserbeschaffenheit entscheidend beeinflussen (z.B. mikrobielle Sulfat- und Nitratreduktion). Den mikrobiellen Prozessen ist ein wesentlicher Teil des Selbstreinigungsvermögens organisch belasteter Grundwässer zu verdanken. Selbst konzentrierte Belastungen, wie sie z.B. durch auslaufendes Öl oder Benzin entstehen, werden mit der Zeit durch Mikroorganismen beseitigt. Bei der biologischen Altlastensanierung wird diese Fähigkeit gezielt eingesetzt. |
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