Bezeichnung für ein Koordinatensystem, bei dem anstatt der Vertikalkoordinate z (Höhe über Normalnull) der Luftdruck p verwendet wird. Das p-Koordinatensystem wird in der numerischen Wettervorhersage verwendet, da es eine Reihe von Vorteilen bietet. So liegen die aus aerologischen Messungen abgeleiteten Analysen der Vorhersagegrössen wie Wind und Temperatur entsprechend der synoptischen Arbeitsweise bereits auf Druckflächen vor. Weiterhin werden durch die Wahl der Transformationsgleichung vom z-System ins p-System (statische Grundgleichung) die bei der numerischen Vorhersage störenden, vertikal laufenden Schallwellen ausgefiltert, und schliesslich vereinfacht sich eine Grundgleichung (Kontinuitätsgleichung). Den Vorteilen steht der Nachteil gegenüber, dass die untersten Modellschichten im p-Koordinatensystem bei vorhandenen Gebirgen die Erdoberfläche schneiden können (z.B. die 1000 hPa-Fläche). Dieses Problem kann bei Verwendung des Sigmasystems umgangen werden.