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Gruppe von Nukliden, welche (teilweise) durch radioaktiven Zerfall entstanden sind. Die Häufigkeiten dieser Nuklide und damit der Isotopenverhältnisse der betreffenden Elemente sind abhängig von ihrer Vergesellschaftung mit den entsprechenden Mutternukliden bzw. -elementen im Verlauf der Erdgeschichte. Sie unterliegen deshalb auf der Erde einer Variation. Die einzelnen Isotopensysteme dokumentieren aufgrund der unterschiedlichen chemischen und physikalischen Eigenschaften der beteiligten Mutter- und Tochterelemente geologische Prozesse sehr unterschiedlich. Eine bedeutende Rolle spielt dabei die Reihenfolge ihrer Inkompatibilität (Rb > Th > U>Pb > Nd,Hf > Sr,Sm,Lu), welche angibt, wie stark ein Element zwischen dem verarmten Erdmantel DM und der Erdkruste fraktioniert wird. Radiogene Isotope werden als natürliche Tracer in der Isotopengeochemie und Umweltgeochemie oder zur Altersbestimmung (isotopische Altersbestimmung) verwendet. |
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